Aktuell
Den ersten Tag nach der Berliner Sitzungswoche nutzte ich am Montag, mit meinem Team im Abgeordnetenbüro um die weiteren Wochen zu planen. Es gibt viele Anfragen aus dem Wahlkreis, viele Ideen und Anregungen. Wir wägen sorgfältig aus, was wir in der aktuellen Schwebephase vorplanen können und was nicht. Mit Schwebephase meine ich natürlich die Zeit bis zum Mitgliederentscheid der SPD.
Gut viereinhalb Monate nach der Bundestagswahl, war dies die erste „normale“ Sitzungswoche, die von Montag bis Freitag durchgeführt wurde. Endlich haben sich die Ausschüsse konstituiert, sodass sich wenigstens hier der parlamentarische Alltag einstellt. Ich freue mich, dass ich wieder Mitglied im Europaausschuss sein darf. Es liegen viele wichtige Aufgaben vor uns und ich will gerne meinen Teil dazu beitragen, dass es den Menschen in unserem Land und auch in den anderen europäischen Mitgliedsstaaten gut geht. Ein in sich gestärktes Europa, das zusammenhält, wird immer wichtiger, um im weltweiten Wettbewerb neben Giganten wie China, den USA und anderen Ländern in der Welt zu bestehen.
Nach den spannenden Diskussionen und der knappen Entscheidung für die Aufnahme von Koalitionsgespräche ging es für mich Sonntagabend direkt von Bonn nach Berlin.
Am Montag fand im Rahmen des 55-jährigen Jubiläums des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags eine Sondersitzung des Deutschen Bundestages statt. Daran nahm neben dem Bundestagspräsidenten und Abgeordneten des Deutschen Bundestages auch eine Delegation französische Abgeordnete, sowie dem Präsidenten der französischen Nationalversammlung, François de Rugy, teil.
Nach einer langen und spannenden Sitzungswoche im Deutschen Bundestag bin ich am Sonntagmorgen nach Bonn gefahren, um als Delegierte am Sonderparteitag der SPD teilzunehmen.
Die hitzigen Debatten für und gegen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU zeigen eine gelingende Demokratie, eine lebendige Debattenkultur und wie groß der Erneuerungswille der Partei ist. Ich bin stolz, Sozialdemokratin zu sein. Beide Seiten haben sehr starke Argumente geliefert. Am Ende haben sich 362 Delegierte (56,4%) für und 279 Delegierte (43,4%) gegen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union ausgesprochen.
Auch im Wahlkreis gab es durch das durchziehende Sturmtief „Burglind“ umgestürzte Bäume, Schäden und Hochwasser. Hierbei gilt mein Dank und meine Anerkennung den Rettungskräften, dem Technischen Hilfswerk und der Freiwilligen Feuerwehr die nicht nur am Tag, sondern auch in der Nacht, alles Mögliche getan haben, um Straßen freizubekommen und Kellerüberschwemmungen zu verhindern.