„Nicht die Air-Base ist das Problem, sondern die Maßnahmen des amerikanischen Präsidenten.“ Es ist nicht das erste Mal, dass die Linken die Schließung der Air Base fordern“, so Glöckner. Aber die bloße Forderung nach Schließung greife zu kurz und treffe nicht den Kern des Problems. „Das eigentliche Problem ist nicht die Air-Base in Ramstein, sondern sitzt im Weißen Haus und heißt Donald Trump“, so die Abgeordnete.
Glöckner hebt hervor, dass die US-Air-Base zu den wichtigsten und größten Militärstandorten außerhalb der Vereinigten Staaten zählt und von hier aus vor allem Truppen und Material transportiert werden. Selbst Militärexperten halten den immensen logistischen und finanziellen Aufwand, den eine Schließung mit sich bringen würde, für kaum vorstellbar. Die Forderung der Linken helfe nach Glöckners Auffassung auch deshalb wenig, weil es unrealistisch sei, dass die Amerikaner einen Standort räumen, ohne anderswo einen neuen aufzubauen. „Das würde das Problem also nur verlagern“, so Glöckner.
„Völlig außer Acht lassen die Die Linken auch, dass die Air Base ein wichtiger Arbeitgeber sei und für die Westpfalz ein ernstzunehmender Wirtschaftsfaktor.“
Dass mit dieser Frage sehr verantwortungsvoll umzugehen sei, zeige auch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15. Juli 2025. Damals wies das Gericht eine Beschwerde von Jemeniten zurück, deren Angehörige bei Drohnenangriffen ums Leben kamen. Das Gericht verwies weiter darauf, dass die Bundesregierung nicht verpflichtet sei, die Nutzung der Air Base Ramstein für US-Drohneneinsätze im Jemen zu unterbinden. Allerdings habe die Regierung einen Einschätzungsspielraum, ob Völkerrecht verletzt wurde und müsse, bei einer nachgewiesenen systematischen Verletzung des Völkerrechts durch einen Drittstaat von deutschem Boden aus tätig werden.
Das zeigt, dass hier keine vorschnellen Maßnahmen angezeigt seien, sondern mit Verantwortung gehandelt werden müsse, betont Glöckner und fordert gleichzeitig vom Bundeskanzler deutliche Worte in allen politischen Gesprächen mit der amerikanischen Seite. „Die Menschen wünschen sich Frieden. Das muss von unserer Bundesregierung deutlicher gefordert werden als bisher,“ so Glöckner abschließend.